Glossar

Klima von A-Z

Wir erklären Klima Fachbegriffe von A-Z.

  • A

    Befeuchtung
    Adiabate Befeuchtung
    Fachbezeichnung für Befeuchtungssysteme, die ohne externe, primäre Wärmeenergie auskommen. Das Wasser wird in feinen Nebel zerstäubt und von der Luft aufgenommen.

  • B

    Befeuchtung
    Befeuchter
    Befeuchtungssysteme kontrollieren die Luftfeuchtigkeit. Sie sichern Produktionsprozesse, konservieren, verhindern statische Elektrizität und sorgen für gesunde Atemluft in geschlossenen Räumen. Je nach System produzieren Befeuchter Heißdampf (isotherme Befeuchtung) oder kalten Nebel aus energieeffizienter Zerstäubung (adiabate Befeuchtung).

  • C

  • D

    Präzisionsklima
    DFC - Dynamic Free Cooling
    DFC ist ein Regelkonzept für das Kältesystem GE exklusiv entwickelt für STULZ Hybrid-Präzisionsklimasystem CyberAir 2. Die Klimaautomatik DFC sorgt für präzise und effiziente Klimakontrolle bei minimalem Energieverbrauch. DFC kombiniert Kompressorkühlung und Freie Kühlung in insgesamt vier Stufen und sucht automatisch den günstigsten Betriebsmodus: Bei niedrigen Außentemperaturen kühlt DFC mit der sparsamen Indirekten Freien Kühlung, bei der die energieintensiven Kompressoren ausgeschaltet bleiben. Steigt die Außentemperatur, wählt DFC zunächst den erweiterten Freikühlbetrieb und schaltet dann schrittweise die Kompressoren zu. Unter Einbeziehung der Standby-Geräte balanciert die Automatik sämtliche Geräteeinheiten im energiesparenden Teillastbetrieb.

    Präzisionsklima
    Direkte Freie Kühlung
    Klimasysteme mit Direkter Freier Kühlung kühlen bei niedrigen Außentemperaturen mit kalter Außenluft. Ein Luftklappensystem regelt den Zustrom. Steigt die Außentemperatur, schaltet das Klimasystem stufenweise die Kompressorkühlung zu (Mischbetrieb-Betrieb) - bis hin zur reinen Umluftkühlung (DX-Betrieb), bei der die Luft ausschließlich im Innenraum umgewälzt wird. Der Energiebedarf ist im Umluftbetrieb deutlich höher, deshalb wird dieser Modus nur an besonders heißen Tagen gewählt. Direkte freie Kühlung kommt in ITK-Einrichtungen mit geringeren Wärmelasten zum Einsatz – zum Beispiel in Basistationen von Mobilfunknetzen (siehe auch Indirekte Freie Kühlung).

    Präzisionsklima
    DX – Direct Expansion
    Klassisches Kompressor-Klimasystem, das Kälte über einen geschlossenen Kältemittelkreislauf mit Verdampfer, Kompressor, Kondensator und Expansionsventil erzeugt. Der Verdampfer verdunstet das Kältemittel. Dabei nimmt es Wärme auf. Der Kompressor saugt das Kältemittelgas an und verdichtet es unter hohem Druck. Im Kondensator wird das Kältemittel erneut verflüssigt. Dabei gibt es die Wärme wieder ab. Das Expansionsventil entspannt das Kältemittel; der Kreislauf beginnt von vorn. Je nach Ausführung des Kondensators unterscheidet man verschiedene Kältesysteme.

     

     

     

  • E

    Klimatechnik
    EC-Ventilator
    (engl.: EC = "electronically commutated")
    In einem EC-Ventilator wird ein Gleichstrommotor eingesetzt, der sich gegenüber den AC-Motoren durch eine größere Laufruhe, stufenlos regelbare Drehzahlen und einen hohen Wirkungsgrad auszeichnet. Durch die elektronische Kommutierung über Halbleiterbausteine sind EC-Motoren nahezu verschleißfrei und haben eine lange Lebensdauer.


    Klimatechnik
    Energieeffizienzklasse
    Energieeffizienzklassen kennen viele Verbraucher bereits von Waschmaschinen und anderen Haushaltsgeräten. Die Energieeffizienzklasse gibt an, mit welchem Wirkungsgrad Ihr Klimagerät Strom in Kälteleistung umwandelt. Je weniger Strom für die Erzeugung einer bestimmten Kühlung gebraucht wird, desto ökonomischer und ökologischer geht das Klimagerät mit Energie um. Unterschieden werden die Klassen A bis G. Im Rahmen der Ecodesign-Richtlinie wird die Skala um A+ (ab 1.1.2015), A++ (ab 1.1.2017) und A+++ (ab 1.1.2019) nach oben erweitert. Die Hersteller haben die Möglichkeit, die höheren Effizienzklassen freiwillig bereits vorab zu nutzen, so dass es im Handel bis 2019 zum Einsatz unterschiedlicher Energielabel auf den Geräten kommen kann. Klasse A oder höher bedeutet, dass das Klimagerät besonders energiesparend arbeitet.

     

     

     

  • F

    Veranstaltung

    Anmeldung zur
    Chillventa 2016

  • G

    Klimatechnik
    GLT – Gebäudeleittechnik
    Gebäudeleittechnik (Abkürzung GLT) gehört zur Managementebene der Gebäudeautomation und dient der Steuerung und Überwachung von Haustechnik. Die Steuersoftware moderner Klimasysteme verfügt über offene Schnittstellen zu Kommunikationsstandards der Gebäudeleittechnik wie z. B. OLE for Process Control (OPC) oder Building Automation and Control Networks (BACnet) oder Local Operating Networks (LON).

  • H

  • I

    Präzisionsklima
    Indirekte Freie Kühlung
    Im Unterschied zur Direkten Freien Kühlung, bei der Außenluft „direkt“ zur Kühlung genutzt wird, überträgt die Indirekte Freie Kühlung die Kälte über ein Leitungssystem mit Wasser-Glykol-Gemisch. Ein Rückkühler kühlt das Gemisch mit Außenluft herunter. Klimasysteme mit Indirekter Freier Kühlung sind flexibel konfigurierbar und arbeiten besonders energieeffizient (siehe auch Direkte Freie Kühlung).

    Befeuchtung
    Isotherme Befeuchtung
    Fachbezeichnung für Befeuchtungssysteme, die durch Erhitzen von Wasser Dampf produzieren.

  • J

  • K

    Klimatechnik
    Kältemittel
    Das Kältemittel ist fester Bestandteil jedes Klimasystems. Als Wärmeträger transportiert es die Raumwärme vom Innengerät zum Außengerät. Moderne Klimaanlagen enthalten die FCKW-freien Kältemittel R 410 A oder R 407 C. R 410 A steigert zudem den Wirkungsgrad von Klimageräten und erlaubt besonders kompakte Bauformen. Das Kältemittel zirkuliert in einem geschlossenen Kreislauf und kann daher nicht entweichen. Beim Einbau befüllt ein qualifizierter Kälteanlagenbauer Ihr Klimagerät fachgerecht mit Kältemittel und prüft die Dichtigkeit der Anlage. Sollte das Gerät einmal ausgebaut werden müssen, saugt der Kälteanlagenbauer das Kältemittel für die fachgerechte Entsorgung in Recyclingflaschen ab.

    Klimatechnik
    Kältemittelleitung
    Die Kältemittelleitung ist mit einem Heizungsrohr vergleichbar. Sie verbindet das Außengerät mit einem oder mehreren Innengeräten. Durchmesser und Länge der Kältemittelleitung hängen vom Klimasystem und vom verwendeten Kältemittel ab. Das Kältemittel R 410 A erlaubt aufgrund seiner hohen Wärmeaufnahme besonders lange und schlanke Leitungssysteme. Neben der eigentlichen Kältemittelleitung gibt es separate Leitungen für die elektrische Steuerung und die Abführung von Tauwasser.

    Präzisionsklima
    Kältesystem
    Technisches Prinzip der Kälteerzeugung. STULZ-Präzisionsklimasysteme sind mit folgenden Kältesystemen erhältlich:

    • A: Kältesystem nach dem DX-Prinzip, bei dem die der Raumluft entzogene Wärme über einen luftgekühlten Kondensator abgegeben wird
    • G: Kältesystem nach dem DX-Prinzip, bei dem die der Raumluft entzogene Wärme über einen im Klimagerät integrierten Plattenkondensator abgegeben wird
    • GE: Hybrides Kältesystem, bestehend aus einem DX-System mit integrierter Indirekter Freier Kühlung
    • CW: Kältesystem, bei dem die Wärme der Raumluft über einen wassergekühlten Direktkühler aufgenommen wird (CW 2 mit zwei redundanten Kältekreisläufen).
    • ACW: Zwei unabhängige Kältesysteme (CW und A) in einem Klimagerät. Sollte das Hauptkühlsystem (CW) ausfallen, wird die Klimatisierung unterbrechungsfrei über das A-System sichergestellt.
    • GCW: Zwei unabhängige Kältesysteme (G und CW) in einem Klimagerät. Sollte das Hauptkühlsystem (CW) ausfallen, wird die Klimatisierung unterbrechungsfrei über das G-System sichergestellt.

    Präzisionsklima
    Kaltwassererzeuger, Kaltwassersätze
    Kaltwassererzeuger (auch: "Kaltwassersätze" oder "Chiller") erzeugen kaltes Wasser für CW-Klimasysteme (siehe Kältesysteme). Kaltwassererzeuger arbeiten nach dem DX-Prinzip. Die Wärmeabfuhr erledigt ein luft- oder wassergekühlter Verflüssiger. Bei Auswahl des geeigneten Regelkonzeptes und Einbindung der Freien Kühlung können gerade große Wärmelasten mit Kaltwassererzeugern besonders effektiv abgeführt werden. Der besondere Vorteil liegt in der kompakten und anschlussfertigen Bauform.

    Klimatechnik
    Kompressor
    Als ein zentrales Bauteil des Außengeräts erzeugt der Kompressor die Kälteleistung. Mit Inverter-Regelung läuft der Kompressor besonders sparsam, bei guter Kapselung besonders geräuscharm. In der Regel wird er mit Strom betrieben; in einigen Fällen auch mit Gas.

    Klimatechnik
    Kühllast, Wärmelast
    Die Kühllast (auch: Wärmelast) ist die Wärmemenge, die aus einem Raum abgeführt werden muss, um den Raumluftzustand in einen vordefinierten Bereich zu bringen bzw. ihn in diesem zu erhalten.

     

     

  • L

  • M

    Klimatechnik
    Monovalent
    Beim sogenannten monovalenten Heizen deckt ein Wärmeerzeuger die komplette Heizlast eines Gebäudes ab (z.B. eine Wärmepumpe). Im Gegensatz dazu, wird beim bivalenten Heizen ein zusätzliches Heizsystem eingesetzt (z.B. eine Gasheizung).

  • N

  • O

  • P

    Präzisionsklima
    Power Usage Effectiveness (PUE)
    Die PUE ist ein länderübergreifender Handlungsansatz des internationalen IT-Konsortiums „The Green Grid“ zur Feststellung der Gesamtenergieeffizienz eines Rechenzentrums. Die als weltweiter Standard geltende Kennzahl wird genutzt, um den Erfolg von Optimierungsprozessen bei der Senkung des Energieverbrauchs von Rechenzentren sichtbar zu machen. Errechnet wird die PUE, indem die Gesamtleistungsaufnahme des Rechenzentrums (in kW/h) durch den Verbrauch des IT-Equipments (Server, Speichersysteme und Netzwerkhardware) geteilt wird. Die aus dieser Rechnung resultierende Zahl wird allgemein als PUE-Wert bezeichnet und sollte sich zwischen 1.0 und 2.0 bewegen. Ein Wert von 2 bedeutet, dass der Betrieb von Klimatisierung und USV-Anlagen (Physical Infrastructure) doppelt soviel Energie verbraucht wie die eigentlich betriebene IT-Hardware (IT-Load).

    Präzisionsklima
    Präzisionsklimasysteme
    Hochspezialisierte Klimasysteme, abgestimmt auf die Anforderungen sensibler Informations- und Kommunikationstechnik. Präzisionsklimasysteme halten gradgenau die Raumtemperatur, regulieren exakt die relative Luftfeuchtigkeit, filtern die Luft und verteilen die gekühlte Luft intensiv und gleichmäßig im Raum. Sie sind für ausfallfreien Dauerbetrieb ausgelegt – 24 Stunden, 365 Tage im Jahr. Im Gegensatz zu herkömmlichen Komfortklimageräten arbeiten Präzisionsklimasysteme mit einem deutlich besseren Verhältnis von totaler Kälteleistung zu sensibler Kälteleistung – das bedeutet, dass bis zu 100 Prozent der eingesetzten Energie zur Abkühlung der Raumtemperatur eingesetzt wird.

  • Q

  • R

    Klimatechnik
    RLT – Raumlufttechnik
    Klimasysteme gehören zum Bereich der Raumlufttechnik (Abkürzung RLT). Als Raumlufttechnik werden Technologien zur Klimaregelung in geschlossenen Räumen bezeichnet.

    Klimatechnik
    Rückkühler
    Anschlussfertiger Wasser-/Luft-Wärmetauscher zum Kühlen von Wasser-Glykol-Gemischen. Der Plattenwärmetauscher des Klimagerätes und der extern installierte Rückkühler sind durch einen geschlossenen Wasser-Glykol-Kreislauf verbunden. Der Rückkühler gibt die Wärme des Gemischs an die Umgebungsluft ab.

  • S

    Klimatechnik
    Schalldruckpegel
    Der Schalldruckpegel wird in Dezibel, abgekürzt dB(A), angegeben und ist das Maß für das Laufgeräusch. Je niedriger der Wert ist, desto leiser läuft Ihre Klimaanlage. Bei den besonders geräuscharmen Raum-Klimageräten ist der Schalldruckpegel nur geringfügig höher als Blätterrascheln mit ca. 25 dB(A).

    Klimatechnik
    Sensible Kälteleistung
    Die von Klimageräten erzeugte Kälteleistung besteht aus einem latenten und einem sensiblen Anteil. Der sensible Anteil der Kühlleistung senkt die Temperatur ab, während der latente Anteil die Luft entfeuchtet. Komfortklimageräte setzen bis zu 50% ihrer Energie für die Entfeuchtung ein, während Präzisionsklimageräte mehr als 95% der eingesetzten Energie ausschließlich in Kühlleistung umwandeln. Die hierfür nötige Technik macht sich durch niedrigere Betriebskosten schnell bezahlt.

     

     

     

     

  • T

    Klimatechnik
    Thermostat
    Der Thermostat schaltet das Klimasystem bei zu hoher oder zu niedriger Temperatur an oder aus. Bei besonders leistungsfähigen Klimasystemen ersetzt die energiesparende Inverter-Technologie den Thermostat. Dabei wird das Klimasystem nicht einfach ein- und ausgeschaltet, sondern durch das sanfte Hoch- und Runterfahren des Kompressors geregelt.

  • U

  • V

  • W

    Klimatechnik
    Wirkungsgrad
    Physikalisch gibt ein Wirkungsgrad die Effizienz eines Systems an, in dem die nutzbare Energie zur eingesetzten Energie ins Verhältnis gesetzt wird. Der Wirkungsgrad eines Systems liegt daher zwischen 0 und 1 (bzw. 0 und 100%) - die Differenz wird als Verlustleistung bezeichnet. Bei Wärmepumpen wird umgangssprachlich auch der Begriff "Wirkungsgrad" zur Beschreibung der System-Effizienz verwendet – es ist aber die Arbeitszahl (bzw. Leistungszahl) einer Wärmepumpe gemeint, wodurch Wirkungsgrade von bis zu 600% angegeben werden.

  • X

  • Y

  • Z

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