Energiedienstleistungsgesetz

EDL-G – Energieaudits werden Pflicht! Sind Sie betroffen?

Um bis 2020 eine Steigerung der Energieeffizienz um 20% zu erzielen, hat die Europäische Union im Rahmen der Energieeffizienzrichtlinie 2012/27/EU eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Eine dieser Maßnahmen ist die Durchführung von Energieaudits, wovon alle nicht kleinen und mittelständischen Unternehmen (Nicht-KMU) betroffen sind.

Hand holding card with energy efficiency chart.

Die Auflagen der Europäischen Union wurden in Deutschland durch das Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) umgesetzt.

Das Energiedienstleistungsgesetz sieht vor:

  • Betroffene Unternehmen müssen bis zum 05.12.2015 ein Energieaudit durchführen oder ein zertifiziertes Energie-/Umweltmanagementsystem installieren
  • Durchführung eines Energieaudits alle vier Jahre, wenn kein Monitoring-System installiert wird

In der Norm DIN EN 16247-1 ist festgelegt, was bei einem Energieaudit zu beachten ist. Nach dieser Norm müssen Unternehmen im Rahmen des Audits eine qualifizierte Analyse des Energieverbrauchs sowie eine Potenzialanalyse für Effizienzverbesserungen durchführen. Bei Effizienzverbesserungen für Unternehmen ist auch die Gebäudeenergietechnik beziehungsweise der Bereich "Energieeffizientes Bauen und Sanieren" ein wichtiger Punkt.

Unternehmen, die bereits über ein zertifiziertes Energiemanagementsystem gemäß DIN EN ISO 50001 oder ein Umweltmanagementsystem im Sinne von EMAS verfügen, sind vom Energieaudit freigestellt.

In Deutschland übernimmt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die stichprobenartige Prüfung der Unternehmen auf die Durchführung der Audits. Eine Liste mit Personen, die zur Durchführung von Energieaudits gemäß EDL-G berechtigt sind, wird vom BAFA zur Verfügung gestellt.

Wann ist ein Unternehmen ein Nicht-KMU?

Die Einstufung eines Unternehmens als Nicht-KMU ist abhängig von Mitarbeiterzahlen und finanziellen Schwellenwerten. Dabei muss auch berücksichtigt werden, ob es sich um eigenständige Unternehmen, Partnerunternehmen, verbundene Unternehmen oder Unternehmen mit Beteiligung der öffentlichen Hand handelt.

Nicht eigenständige Unternehmen, die Partner oder Teil von anderen Unternehmen sind oder selbst Anteile halten, müssen immer im Einzelfall geprüft werden, um die KMU-Eigenschaft zu beurteilen.

Die Unternehmen sind selbst dafür verantwortlich zu prüfen, ob sie als Nicht-KMU gelten und damit zur Durchführung eines Energieaudits verpflichtet sind.

Als Nicht-KMU gelten Unternehmen,

  • die 250 oder mehr Mitarbeiter beschäftigen
  • oder die weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigen, aber mehr als 50 Mio. Euro Jahresumsatz und mehr als 43 Mio. Euro Jahresbilanzsumme aufweisen.
  • deren Kapital oder Stimmrechte zu 25 % oder mehr direkt oder indirekt von einer oder mehreren öffentlichen Stellen oder Körperschaften des öffentlichen Rechts einzeln oder gemeinsam kontrolliert werden.

                Die KMU-Eigenschaft erhalten bzw. verlieren die Unternehmen, wenn sie die genannten Schwellenwerte in zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren unter- bzw. überschreiten. Wenn der Status eines Unternehmens keine zwei Jahre in Folge gleich bleibt, wird das Gründungsjahr zur Bewertung als KMU bzw. Nicht-KMU herangezogen. Dies gilt auch für neugegründete Unternehmen.

                Was passiert bei Nichteinhaltung des EDL-G?

                Die BAFA wird stichprobenartig bei ca. 20% der betroffenen Unternehmen prüfen, ob die erforderlichen Maßnahmen bis zum 05.12.2015 umgesetzt oder eingeleitet wurden. Sollte festgestellt werden, dass das Energieaudit:

                • nicht,
                • nicht gemäß EDL-G,
                • nicht vollständig,
                • nicht rechtzeitig

                    durchgeführt wurde, oder dass ein Unternehmen wahrheitswidrig behauptet, ein KMU zu sein, kann ein Bußgeld in Höhe von bis zu 50.000 Euro pro Unternehmen verhängt werden.

                    Quelle: Merkblatt für Energieaudits nach den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 8 ff. EDL-G, herausgegeben vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Version: 08.07.2015

                    STULZ ermöglicht, die Pflicht als Chance zu sehen.

                    Die Pflicht zur Umsetzung des EDL-G sollte nicht als Nachteil gesehen werden, sondern als eine Chance, Energie und somit Betriebskosten zu sparen.

                    STULZ bietet die Möglichkeit, bei Ihnen ein Energieaudit nach DIN 16247-1 durchzuführen und somit dem Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) nachzukommen.

                     

                    Des Weiteren bieten wir Ihnen an, ein hauseigenes Energiemanagementsystem gemäß DIN EN ISO 50001 zu installieren und Ihren Energieverbrauch zu überwachen. Dieses System erfüllt die Bedingungen der Norm DIN EN 50001 wie Datenauswertung, Visualisierung, Berichtswesen, Alarme, Integration in bestehende Systeme und Support, wodurch es unter den förderfähigen Energiemanagementsysteme des BAFA gelistet ist.

                    Vorteile des Energiemanagementsystems von STULZ

                    • Alle vier Jahre nötige Energieaudits entfallen
                    • Erkennen von Einsparpotenzialen durch
                    • stetiges Überwachen
                    • Energieverschwendung oder auch -störer können durch das Aufzeichnen der Energieflüsse wie Strom, Gas, Wärmemengen oder auch Kältemengen gefunden und beseitigt werden

                    Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns unter 06126 945350.

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