Data Vault


Wie ein neuseeländisches Rechenzentrum dank modernster Klimatechnologie seine Energiekosten spürbar senken konnte

Going Green: Ein neuseeländischer Rechenzentrumsbetreiber konnte dank intelligenter Planung und Umsetzung seiner Klimatechnologie die Energiekosten um ein Drittel reduzieren und zudem seine CO2-Bilanz signifikant senken.

Für die meisten Unternehmen ist die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks eine grundlegende Geschäftsanforderung, für Rechenzentren ist sie jedoch von elementarer Bedeutung. Nach heutigem Stand hat die Rechenzentrumsindustrie einen Anteil am weltweiten Energieverbrauch von circa 3%. Darüber hinaus beläuft sich der Anteil der weltweiten Treibhausgasemissionen auf circa 2% - damit hat diese Branche den selben CO2-Fußabdruck wie die Luftfahrtindustrie.

STULZ, Neuseelands führendes Unternehmen in der Klimatisierung von betriebssicheren Anwendungen, ist sich durchaus bewusst, dass Rechenzentren einen enormen Energiebedarf haben. Deshalb leistet STULZ, in Zusammenarbeit mit vielen neuseeländischen Rechenzentrumsbetreibern, Pionierarbeit für eine nachhaltigere Zukunft.

Ein solcher Betreiber ist Data Vault.

Die Herausforderung

Data Vault betreibt zwei Rechenzentren in Auckland und Hamilton, die sicheren, kontrollierten Rack Space und Telehousing-Optionen bieten. Deren 15 Jahre alte Infrastruktur wurde jedoch zunehmend unökonomisch, ineffizient und zudem sehr geräuschintensiv. Aufgrund des kontinuierlich wachsenden Kundenstamms und der kürzlich um 30 Prozent gestiegenen IT-Auslastung, entschied sich Data Vault für eine Umbaumaßnahme, welche die bestehenden Kühlgeräte durch leisere, robustere und energieeffizientere Alternativen ersetzen sollte.


Die Lösung

Mit Hilfe des EMOS-Tools (Environmental Monitoring and Optimization) schlug STULZ einen Audit- und Optimierungsansatz vor, der genau auf die Zielsetzung des Kunden abzielte.

Mark Langford, General Manager von STULZ Neuseeland, sagte hierzu: "Vor dem Austausch der bestehenden Anlagen, wollten wir die Umweltbedingungen besser verstehen. Dementsprechend haben wir eine umfassende mehrwöchige Bewertung durchgeführt, um detaillierte Betriebs- und Umweltszenarien zu ermitteln. Die detaillierten Daten erlaubten uns, die potentiellen Schwachstellen innerhalb der bestehenden Infrastruktur, sowie die notwendigen Maßnahmen bei der Gestaltung des Raumes zu identifizieren. Wir fanden heraus, dass das Rechenzentrum in der aktuellen Konfiguration mehr Strom verbrauchte, als notwendig."

Der Optimierungsprozess beinhaltete die Platzierung und Installation von hochentwickelten drahtlosen Sensoren, um wichtige Umgebungsbedingungen in Echtzeit umfassend aufzeichnen zu können. Diese Sensoren erfassen Rücklauf/Zuluft-Temperatur und Feuchtigkeit der CRAC (Computer Room Air Conditioning) Units sowie die Rackeinlass/Rackauslass-Temperatur und Feuchtigkeit, den Doppelbodendifferenzdruck sowie die Bedingungen an die BMS SLA (Service Level Agreement) Sensoren.

Nachdem die Sensoren installiert waren, wurden die zu diesem Zeitpunkt herrschenden Betriebsbedingungen als Ausgangspunkt festgehalten. Anhand dieses Ausgangspunktes wurden anschließend die Charakteristika und das Verhalten der Server zu verschiedenen Zeitpunkten untersucht. Anhand dieser Untersuchung konnte abschließend festgestellt werden, Wärmelasten statisch oder dynamisch sind und ob die vorliegenden Umgebungsbedingungen für die Geräte ausreichen.

Mark Langford:"Nach Abschluss der ersten Phase wurde uns klar, dass alle vier Klimaeinheiten aufrüstet werden müssen – und dies im laufenden Betrieb, also mit minimalen Ausfallzeiten – keine leichte Aufgabe. Anhand der Daten aus unserem Audit konnten wir den günstigsten Zeitpunkt für den Austausch jeder Einheit einschätzen um minimalen Einfluss auf den Live-Betrieb zu nehmen. Im Laufe der folgenden Woche haben wir dann jede Einheit nacheinander entfernt und ersetzt."

 

Die Ergebnisse

Innerhalb der ersten sechs Wochen verzeichnete Data Vault eine 20-prozentige Reduzierung des Stromverbrauchs. Über den gesamten Projektzeitraum von 12 Wochen konnte der Stromverbrauch sogar um 30% reduziert werden. Der Einsatz des neuen HVAC Systems führte darüber hinaus zu weiteren Verbesserungen: Es gab eine signifikante Reduzierung der Geräuschemissionen innerhalb der Anlage und der PUE verringerte sich von 1,67 auf 1,24, was zu einer Reduzierung der CO2-Bilanz um mehr als 30 Tonnen pro Jahr führte.

Nach Abschluss der Endphase des Projekts geht Data Vault davon aus, dass dieser Standort 20% effizienter arbeiten wird als der Branchendurchschnitt.

Peter White, General Manager bei Data Vault, sagt:"Die Überholung der Rechenzentrumsinfrastruktur ist eine wichtige Geschäftsentscheidung sowohl aus Sicht der Kosten- und Energieeffizienz als auch in Bezug auf potenzielle Ausfallzeiten und Unterbrechungen des laufenden Betriebs. Durch das Monitoring und den methodischen Ansatz von STULZ sind wir in der Lage ineffiziente Prozesse zu identifizieren und einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Wir sind begeistert von den bisherigen Einsparungen. Wenn wir dieses Maß an Energieeffizienz halten können, wird das Projekt innerhalb von fünf Jahren kostenneutral sein - ganz zu schweigen von der Verbesserung und Verlängerung der Zuverlässigkeit und des Lebenszyklus der Infrastruktur und der damit einhergehenden Verkleinerung unseres CO2-Fußabdrucks. Darüber hinaus konnten wir allein durch die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Marke STULZ eine Reihe neuer Kunden gewinnen."

Der Erfolg dieses Projekts hat Data Vault veranlasst, sein Geschäft auszubauen und im Jahr 2020 ein weiteres Rechenzentrum zu eröffnen.

 

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