3U TELECOM

Hocheffiziente Rechenzentrumsklimatisierung

3U TELECOM setzt auf Kaltwasser-System von STULZ

The Facts

  • Aufgabe: Modernisierung

  • 600 m2 Serverfläche integriert in Bürokomplex, Rechenzentrum Hannover

  • Wassergekühltes System

  • 2 CyberCool 2 Kaltwassersätze

  • 4 Präzisionsklimaschränke CyberAir 3PRO CW

  • Effizienzoptimierte RZ-Klimatisierung

  • Minimierung von Kompressorlaufzeiten durch Freikühl- und Mischbetriebsoption

Intro

Bei der Modernisierung des Klimasystems in ihrem Hannoveraner Rechenzentrum entschied sich die 3U TELECOM GmbH für STULZ. Installiert wurde ein wassergekühltes System mit CyberCool 2 Kaltwassersätzen und Präzisionsklimaschränken des Typs CyberAir 3PRO CW. Das System minimiert dank Freikühl- und Mischbetriebsoption die Kompressorlaufzeiten und bietet so eine effizienzoptimierte RZ-Klimatisierungslösung.

 

 

Technikraum 1 mit CyberAir 3PRO CW und USV

CyberCool 2 Kaltwassersätze mit indirekter freier Kühlung

 

Der Kunde

Die 3U TELECOM GmbH, Tochter der börsennotierten 3U HOLDING AG, ist seit über 15 Jahren im Telekommunikationsbereich aktiv und gehört zu den Pionieren der modernen TK-Landschaft. Das Leistungsportfolio wurde im Lauf der Jahre stetig weiter entwickelt und umfasst heute neben den ursprünglichen Produkten aus den Bereichen Festnetztelefonie und Netzinfrastruktur vor allem auch Rechenzentrumsdienstleistungen wie Colocation, Cloud Computing, Virtualisierung, Netzübertragungsdienste sowie Gebäude- und Infrastrukturmanagement. Zu diesem Zweck betreibt 3U TELECOM insgesamt vier eigene Rechenzentren an den Standorten Berlin, Hannover, Marburg und Frankfurt/Main.

 

 

Das Projekt

Das Rechenzentrum am Standort Hannover übernahm 3U TELECOM im Jahr 2013. Es bietet 600 Quadratmeter Serverfläche und ist in einen Bürokomplex integriert. Zum Zeitpunkt der Übernahme befand es sich jedoch energetisch nicht auf dem neuesten Stand. 3U TELECOM entschied sich deshalb für eine komplette Modernisierung mit dem Ziel der Realisierung eines TIER-II-Standards gemäß TIA-942 (Telecommunications Infrastructure Standard for Data Centers) des US-amerikanischen Uptime Institute.

Im Zuge dieser Maßnahme musste auch die bestehende RZ-Klimatisierung ausgetauscht werden, die noch mit dem inzwischen verbotenen Kältemittel R22a betrieben wurde. Zur Erfüllung der Tier-II-Kriterien war die neue Klimatisierungslösung redundant auszulegen (N+1-Redundanz). Weitere Anforderungen waren eine hohe Energieeffizienz sowie die bestmögliche Anpassung an die baulichen Gegebenheiten.

Der Austausch sollte bei laufendem RZ-Betrieb erfolgen und die Arbeit in den angrenzenden Büros so wenig wie möglich beeinträchtigen. Außerdem sollte zu einem späteren Zeitpunkt problemlos eine zweite Ausbaustufe realisiert werden können.

 

 

AxiTop Ventilator-Diffusoraufsätze reduzieren die Schallbelastung zusätzlich.

 

Die Umsetzung

3U TELECOM entschied sich für ein wassergekühltes System, bestehend aus zwei STULZ CyberCool 2 Kaltwassersätzen mit indirekter Freikühlung und je 100 kW Kälteleistung sowie vier STULZ CyberAir 3PRO CW Präzisionsklimaschränken mit einer Kälteleistung von je 33 kW. Die Kaltwassersätze wurden auf dem Dach des vierstöckigen Bürogebäudes platziert.

Da die CyberCool 2 Kältemaschinen über eine gekapselte Kompressorkammer verfügen und mit ihren großflächigen Ventilatoren einen besonders leisen Betrieb gewährleisten, war eine Schallisolierung der Kaltwassersätze nicht nötig, zumal sich 3U TELECOM für den Einbau von AxiTop Ventilator Diffusoraufsätzen entschied. Diese Aufsätze, welche STULZ optional zu den Standardventilatoren anbietet, reduzieren die Schallbelastung noch einmal zusätzlich und steigern außerdem die Effizienz der Ventilatoren.

Freie Kühlung und gleitender Mischbetrieb

Die STULZ CyberCool 2 Kaltwassersätze verfügen über großflächige Freikühlregister. Um die energiesparende Freikühlfunktion möglichst ausgiebig nutzen zu können, wurde der Betriebspunkt auf 18 °C (Kaltwassereintritt) bzw. 12 °C (Kaltwasseraustritt) festgelegt.

Reicht die freie Kühlung allein nicht mehr aus, wird zunächst auf gleitenden Mischbetrieb aus Frei- und Kompressorkühlung umgestellt. In diesem Betriebsmodus nutzt STULZ CyberCool 2 die Freikühlregister zum Vorkühlen des Kaltwassers und dämmt so die Leistungsaufnahme der drehzahlgeregelten Scrollkompressoren ein. Mit sinkender Freikühlleistung erhöht sich die Kompressordrehzahl, die höchste Leistungsaufnahme der Kompressoren wird aber erst erreicht, wenn die Freikühlfunktion keinerlei Effekte mehr bringt. Auf diese Weise lässt sich der energieintensive Kompressoreinsatz letztlich auf ein Minimum reduzieren.

Legt man die durchschnittlichen Temperaturen am RZ-Standort Hannover zugrunde, so entfallen pro Jahr immerhin 25 Prozent der Kälteerzeugung auf die reine Freikühlung, rund 58 Prozent auf den gleitenden Mischbetrieb und lediglich rund 17 Prozent auf die Kompressorkühlung.

Intelligente Steuerung

Wann STULZ CyberCool 2 im Freikühl-, Misch- oder Kompressorbetrieb arbeitet und in welchem Umfang, etwa im Mischbetrieb, auf die Scrollkompressoren zurückgegriffen wird, legt eine intelligente Steuerung fest. Sie sorgt dafür, dass bezogen auf die Außentemperatur stets der effizienteste Betriebsmodus gewählt wird und überwacht in diesem Zusammenhang auch den Parallelbetrieb der beiden Kaltwassersätze.

Durch lastabhängige Regelung der Drehzahlen aller eingesetzten Komponenten wie Pumpen und EC-Ventilatoren ermöglicht sie dabei einen besonders energiesparenden Betrieb. Die Steuerungssoftware lässt sich projektspezifisch individualisieren und unterstützt zudem alle gängigen Protokolle der Gebäudeleittechnik. Dadurch kann STULZ CyberCool 2 jederzeit problemlos in Systeme der Gebäudeautomation integriert werden.

 

 

Das Ergebnis

Da Rechenzentren jahreszeitunabhängig und rund um die Uhr klimatisiert werden müssen, lohnt sich der Einsatz effizienzoptimierter Präzisionsklimasysteme. So auch im 3U TELECOM Rechenzentrum in Hannover: Mit intelligenten und leistungsoptimierenden Betriebsoptionen bieten die eingesetzten STULZ Kaltwassersätze eine höchst effiziente Kälteerzeugung. Die Realisierung der N+1-Redundanz garantiert zudem einen zuverlässigen Betrieb. Für die Zukunft ist die Installation eines dritten Kaltwassersatzes sowie zweier weiterer Präzisionsklimaschränke vorgesehen. Die Ketrix®-Rohrleitungen des Klimasystems sind im Vorgriff auf diese Erweiterung bereits in passenden Größendurchmessern und mit entsprechenden Abgängen installiert.

 

 

  • STULZ Referenz 3U Telecom

    • Datei: STULZ_Referenz_Telecom3U_DE.pdf

    • Typ: Adobe PDF

    • Größe: 3,53 MB

    • Sprache: Deutsch

    • Datum: 2003-02-16

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