Gut gekühlt gegen den Server-Tod
Hamburg, im April 2005 - Serverracks sind mittlerweile zu kleinen Rechenzentren geworden. Auf engstem Raum ballen sich die kritischen Daten von ganzen Unternehmen. Die mit so genannten Pizzaboxen und Bladeservern dicht bepackten Racks entwickeln jedoch eine enorme Wärmelast. Deshalb ist ein hocheffektives Kühlsystem unumgänglich, um den Server-Tod durch Überhitzung zu verhindern. Der Klimatechnikspezialist STULZ hat mit seinem Kaltwassersatz MRC Data Chiller ein wassergekühltes System entwickelt, dass die extremen Leistungsanforderungen der Rack-Kühlung erfüllt und außerdem eine maximale Ausfallsicherheit von 99,999 Prozent garantiert.
Datenmengen, die vor noch nicht allzu langer Zeit in riesigen EDV-Räumen verarbeitet wurden, beanspruchen heute, in enge Racks gepackt, gerade mal einen Quadratmeter Stellfläche. Doch die dort dicht an dicht gesteckten Pizzaboxen und Bladeserver stellen hohe Anforderungen an die weitere technische Infrastruktur. Denn die Folge dieses Minimalismus sind hohe Temperaturlasten: Ein Rack entwickelt im Extremfall soviel Hitze wie 4 bis 5 Kaminöfen. Wird nicht ausreichend gekühlt droht Überhitzung und der Ausfall des Servers. Für die meisten Unternehmen kommt dies einer Katastrophe gleich, denn wichtige Geschäftsprozesse wären von einem solch massiven Datenverlust betroffen.
Insbesondere der Schutz vor Überhitzung stellt - neben der unterbrechungsfreien Stromversorgung und dem Brandschutz - für IT-Manager heute eine große Herausforderung dar. Um eine modernes Serverrack zu kühlen, müssten bis zu 4000 Kubikmeter Luft pro Stunde umgewälzt werden. Dies ist technisch gesehen schwierig und die Klimatisierung des Rechenzentrums würde außerdem die Geräuschkulisse eines kräftigen Herbststurmes produzieren. Eine optimale wirtschaftliche Kühlung kann letztlich nur durch Wasser erreicht werden. Denn Wasser kühlt um das 3500fache besser als Luft - und das ohne störende Geräuschentwicklung.
Obwohl viele Serverracks für eine Wasserkühlung vorbereitet sind herrscht unter IT-Verantwortlichen oft noch ein gewisses Unbehagen gegenüber Wasser in der Nähe der Hardware. Dieses Unbehagen ist jedoch unbegründet, wie das Beispiel des MRC Data Chiller von STULZ beweist. Der Kaltwassersatz lässt sich mit einem Bruchteil der bei anderen haustechnischen Kühlsystemen üblichen Wassermenge betreiben. Dadurch wird die Gefahr eines Schadens durch Wasseraustritt verringert. Da das Wasser bei der STULZ-Lösung außerdem relativ warm ist und mit 12 Grad Celsius oberhalb des Taupunktes liegt, ist auch die Gefahr der Kondensatbildung und einer dadurch bedingten Beschädigung elektronischer Bauteile effektiv gebannt.
STULZ besitzt im Bereich Kaltwassersätze und Präzisionsklimatechnik jahrzehntelange Expertise. Bereits in den 80er Jahren kühlten STULZ-Systeme große IBM Mainframes. Da alle STULZ-Lösungen modular aufgebaut sind, lassen sie sich optimal an veränderte Bedingungen anpassen. Erhöht sich die Datenverarbeitungskapazität, kann jederzeit auch die Kühlleistung angepasst werden. Jedes System ist dabei so ausgelegt, dass inklusive Redundanzen eine konkurrenzlose Ausfallsicherheit von 99,999 Prozent erreicht wird.
Deshalb vertraut der Computerhersteller Fujitsu Siemens Computers bei seiner neuesten Serverrack-Lösung PRIMECENTER LC auf die Kaltwassersätze von STULZ. Das PRIMECENTER LC Rack wurde mit dem MRC Data Chiller von STULZ als Gesamtlösung bereits umfangreichen Tests unterzogen und ist von Fujitsu Siemens Computers freigegeben. "Prinzipiell kann das PRIMECENTER LC Rack auch mit anderen Kühllösungen ausgestattet werden. Doch nur der MRC Data Chiller von STULZ bietet uns eine Ausfallsicherheit, bei der wir mit gutem Gefühl die volle Gewährleistung auf alle Bauteile geben können", erklärt Herr Fiege von Fujitsu Siemens Computers. "Ein weiterer Vorteil der STULZ-Lösung ist der relativ geringe Platzbedarf der Kaltwassersätze und der luftgekühlten Kondensatoren. Die Aufstellfläche variiert je nach Einsatz zwischen einem und drei Quadratmetern. Zudem sind die Geräte leicht, leise und eignen sich zur Außenaufstellung auf dem Dach oder an einem anderen Ort, an dem sie nicht auffallen."
Seit der Gründung im Jahre 1947 hat sich das Unternehmen STULZ zu einem weltweit führenden Systemlieferanten im Bereich Klimatechnik entwickelt. Im Jahr 2004 erzielte dieser Bereich der STULZ-Gruppe mit der Herstellung von Präzisionsklimageräten und Kaltwassersätzen, dem Vertrieb von Klima- und Befeuchtungssystemen sowie mit RLT-Anlagenbau und Service- und Objektmanagement einen Umsatz von nahezu 200 Millionen Euro. Mit über 1000 Mitarbeitern in 10 inländischen Niederlassungen und 9 Tochtergesellschaften in Frankreich, Italien, Großbritannien, den Niederlanden, Polen, Spanien und in den USA sowie Partnerfirmen in mehr als 60 weiteren Ländern verfügt STULZ über ein internationales Netzwerk von Spezialisten in der Klimatechnik. Produktionsstandorte sind in den USA, Italien und Deutschland. In der STULZ-Gruppe werden weltweit über 3000 Mitarbeiter beschäftigt.




