Das wohltemperierte Arbeiten

Hamburg, 11. August 2004 – Der Rekordsommer 2003 hat viele Menschen zum Schwitzen gebracht. Gerade am Arbeitsplatz beeinträchtigen hohe Temperaturen und eine zu hohe Luftfeuchtigkeit die Leistungsfähigkeit. Ein gutes Raumklima ist daher essenziell wichtig für unser Wohlbefinden. Durch angepasste Klimatechnik kann jeder Raum optimal temperiert und entfeuchtet werden – egal wie warm oder kalt es draußen ist. Denn moderne Komfortklimageräte können genauso gut heizen wie kühlen.

Im Auto finden wir es bereits selbstverständlich, doch dort wo wir den größten Teil unserer Zeit verbringen - in Büros, Arztpraxen oder Geschäften – wird das Raumklima oft vernachlässigt. Dabei ist das Wohlfühlklima am Arbeitsplatz aus Expertensicht wichtig für das Arbeitsergebnis: "Von den meisten Menschen wird im Büro eine Temperatur von 22° Celsius plus/minus 2° Celsius als angenehm empfunden. Wird die Maximaltemperatur deutlich über oder unterschritten, nimmt die Konzentrationsfähigkeit signifikant ab. Wir wissen zum Beispiel, dass ab einer Raumtemperatur von 29° Celsius jeder Mensch zu schwitzen beginnt. Durch die erhöhte Durchblutung der Haut kann der Blutdruck sinken und dadurch auch die Gehirndurchblutung verringert werden. Die Folgen davon sind beispielsweise eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Schwindel und Kopfschmerzen“, sagt Thomas von der Heyden vom Berufsgenossenschaftlichen Institut für Arbeitsschutz. Auch der Gesetzgeber hat klare Vorgaben formuliert: Laut Arbeitsstätten-Richtlinie vom 8. Mai 2001 darf die Lufttemperatur in Arbeitsräumen 26° Celsius nicht überschreiten. In Pausen-, Bereitschafts-, Liege-, Sanitär- und Sanitätsräumen dürfen 21° Celsius Lufttemperatur nicht unterschritten werden.

Um diese Anforderungen zu erfüllen, können eine Reihe passiver Kühlungsmaßnahmen ergriffen werden. Außenjalousien sowie Energie sparende Beleuchtung und Bürotechnik helfen, die Innentemperatur niedriger zu halten. Doch bei höheren Außentemperaturen reichen diese Maßnahmen alleine nicht aus. In den meisten Büro-, Gewerbe- und Praxisräumen werden die in der Arbeitsstättenrichtlinie geforderten Werte nur durch eine zusätzliche klimatechnische Lösung erreicht.

Körperliches Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit können durch den Einsatz von Komfortklimageräten wesentlich verbessert werden. Sie kühlen an schwülen Sommertagen und reduzieren die Luftfeuchtigkeit auf ein angenehmes Maß. „Insbesondere die Entfeuchtung der Luft spielt in unseren Breitengraden eine wichtige Rolle“, sagt Dr. Christian Voigt, Leiter Klima- und Befeuchtungssysteme der auf innovative Klimalösungen spezialisierten STULZ GmbH. „Nur gekühlt werden muss in durchschnittlichen Jahren an 30 Tagen, an weiteren 120 Tagen muss jedoch durch die Reduzierung der Luftfeuchtigkeit das Raumklima gebessert werden.“ Eine wichtige Voraussetzung für den Einsatz in Büros und Arztpraxen ist aber auch, dass die Geräte geräuschlos arbeiten und keinen die Gesundheit beeinträchtigenden Luftzug erzeugen. „Als Faustregel gilt: Ein Raum ist dann optimal klimatisiert, wenn die darin arbeitenden Menschen von der Klimatisierung nichts bemerken“, so Dr. Voigt weiter.

Bei der Wahl der richtigen Klimalösung müssen zahlreiche Parameter beachtet werden: Neben der Raumgröße spielen auch die angestrebte Zieltemperatur und Luftfeuchte sowie die Luftaustrittstemperatur der Klimageräte, die transportierte Luftmenge und der Fremdluftanteil bei der Bemessung der Geräteausstattung eine Rolle.

Wer eine vernünftige Lösung für Wohn- und kleine Geschäftsräume will, kommt an einem Splitgerät nicht vorbei. Bei diesen Lösungen befindet sich nur ein Innengerät in dem zu kühlenden Raum. Der Verdichter und auch Kondensator befindet sich im Freien. Eine Leitung verbindet die beiden Geräteteile. Durch sie fließt Kältemittel, welches die dem Raum entnommene Wärme nach außen abführt. Bei Multisplit-Anlagen können an ein einziges Außengerät bis zu vierzig Innengeräte angeschlossen werden. Multisplit-Lösungen bieten sich also gerade dann an, wenn die Außengeräte möglichst unauffällig platziert und gleichzeitig viele Räume klimatisiert werden müssen. Mit einem Innengerät alleine, können Räume von bis 50 Quadratmeter gekühlt werden.

Ein weiteres technisches Feature, das ein gesundes Raumklima fördert und dabei noch Energiekosten sparen hilft, ist die Invertertechnologie. Dieser Mechanismus garantiert, dass die Temperatur immer auf ein und demselben Niveau gehalten wird. Statt in Schüben mit voller Leistung zu kühlen, kühlen Inverterbetriebene Anlagen kontinuierlich. Es wird immer nur soviel kalte Luft nachgeführt, wie notwendig ist um die Zieltemperatur aufrechtzuerhalten. Der oftmals kritisierte unangenehme Kaltluftschub bleibt somit aus.

Die mit der Invertertechnologie ausgestatteten so genannten VRF-Multisplit-Anlagen haben in den vergangenen Jahren jährliche Zuwachsraten von rund 50 Prozent verzeichnen können. Doch moderne Klimageräte können noch mehr als kühlen und entfeuchten. Indem ein Split-System mit einer Wärmepumpenfunktion ausgestattet wird, kann es genauso gut als Heizung eingesetzt werden: Gerade in der Übergangszeit stellen Monosplit-Geräte eine günstige Alternative zu Öl- oder Gasfeuerung dar. Wird ein Multisplit-System eingesetzt ist eine separate Gebäudeheizung gänzlich überflüssig. Diese leistungsfähigen Aggregate heizen Gebäude mühelos bis zu einer Außentemperatur von –20 Grad Celsius.

Seit der Gründung im Jahre 1947 hat sich das Unternehmen Stulz zu einem weltweit führenden Systemlieferanten im Bereich Klimatechnik entwickelt. Im Jahr 2003 erzielte dieser Bereich der Stulz-Gruppe mit der Herstellung von Präzisionsklimageräten und Kaltwassersätzen, dem Vertrieb von Klima- und Befeuchtungssystemen sowie mit RLT-Anlagenbau und Service- und Objektmanagement einen Umsatz von nahezu 200 Millionen Euro. Mit über 1000 Mitarbeitern in 10 inländischen Niederlassungen und 9 Tochtergesellschaften in Frankreich, Italien, Großbritannien, den Niederlanden, Polen, Spanien und in den USA sowie Partnerfirmen in mehr als 60 weiteren Ländern verfügt Stulz über ein internationales Netzwerk von Spezialisten in der Klimatechnik. Produktionsstandorte sind in den USA, Italien und Deutschland. In der Stulz-Gruppe werden weltweit über 3000 Mitarbeiter beschäftigt.

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